Spelunky

© Microsoft / Mossmouth
Der Nervenzusammenbruch gehört bei "Spelunky" einfach dazu.
Mit dem über "Xbox Live" erhältlichen Download-Titel "Spelunky" von Derek Yu feiert eine längst vergessene Spielesparte Wiederauferstehung: das bockschwere Profi-Jump&Run. Garantiert nur für Spieler mit Nerven wie Drahtseilen, die "Super Meat Boy" zum Frühstück verspeist haben. Ehrlich.
Kurze Zeitreise ins Jahr 1988: Firebird veröffentlicht seinen Jump&Run-Hit "Black Lamp" für C64, ZX Spectrum, Amiga und Atari ST. Hofnarr Jack hüpft durch einen wunderschön gepixelten Fantasy-Kosmos, um mit der Macht der Magie und seines Hosenbodens Kobolde, Drachen und anderes Märchen-Getier zu erledigen. Spielehistorisch betrachtet ist "Black Lamp" ein wichtiger Evolutionsschritt bei der unvermeidlichen Verschmelzung von Hüpferei und Action-Adventure, aber Ende der 80-er ist es nur eines von unzähligen bockschweren Jump&Runs: Spiele, die - mal mit, mal ohne prominente Lizenz im Namen - ganze Heerscharen gestählter Bildschirm-Akrobaten fast in den Wahnsinn treiben.
Mittlerweile gehört das Genre den Gelegenheitsspielern: Springfidele Abenteuer wie die von Mario oder Rayman werden entwickelt, um von jedem verstanden zu werden. Die endlosen Level-Wiederholungen und von Tobsuchtsanfällen geprägten, durchzockten Nächte, die für das einstige Frustgenre mal so typischen waren, sind heute fast vergessen.
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