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Erstellt am: 23 August 2012 | Von Michael Eichhammer, GamesSelection

Papo & Yo

Der nur über das PlayStation Network erhältliche Titel "Papo & Yo" tritt der bis dato ungewöhnlichste Gegner in einem Videospiel auf: Alkohol. Ein Spiel als digitale Verarbeitung eines Kindheitstraumas.


Man kann das Monster müde machen, indem man es mit Kokosnüssen füttert. Schläft es ein, nutzt man seinen Bauch als Trampolin, um zu einer erhöhten Position zu springen. - 1 (© © Minority Media)
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  • Man kann das Monster müde machen, indem man es mit Kokosnüssen füttert. Schläft es ein, nutzt man seinen Bauch als Trampolin, um zu einer erhöhten Position zu springen. - 1 (© © Minority Media)
  • In einer surrealen Version lateinamerikanischer Favelas kann Quico die Grenzen der Realität ebenso sprengen wie die Gesetze der Physik. - 2 (© © Minority Media)
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Man kann das Monster müde machen, indem man es mit Kokosnüssen füttert. Schläft es ein, nutzt man seinen Bauch als Trampolin, um zu einer erhöhten Position zu springen.

Das Monster erweist sich als treuer Weggefährte - solange es keine giftgrünen Frösche frisst. Dann wird es zum unberechenbaren Biest.

Das Monster erweist sich als treuer Weggefährte - solange es keine giftgrünen Frösche frisst. Dann wird es zum unberechenbaren Biest.

Minority Media nennt sich treffenderweise die Spieleschmiede hinter "Papo & Yo". Das Game ist tatsächlich weit entfernt vom Spiele-Mainstream. Dabei wüsste der kreative Kopf des PS3-Download-Titels genau, welche Zutaten es braucht, um einen massentauglichen Blockbuster zu kreieren: Vander Caballero war Design-Director beim Branchenriesen EA, geht nun jedoch lieber eigene Wege. "Papo & Yo" erzählt die ungewöhnliche Geschichte vom Jungen Quico, der nach einem Heilmittel für ein Monster sucht, das sich mal als treuer Weggefährte erweist, mal zur unkontrollierbaren Gefahr für seine Umgebung wird. Der aus einer wohlhabenden kolumbianischen Familie stammende Caballero macht kein Geheimnis daraus, dass das ambivalente Verhältnis seiner Spielfiguren inspiriert ist von den Erfahrungen mit seinem alkoholkranken Vater.

Es war nicht zuletzt diesem ungewöhnlichen Bekenntnis zu verdanken, dass "Papo & Yo" schon vor dem Release bemerkenswert viel Beachtung erfuhr. Was den Titel besonders macht, ist allerdings auch das Spielgeschehen selbst. Gewalt ist hier keine Lösung. Und anstatt hektisch durch Level-Labyrinthe zu hetzen, erforscht der Spieler zu meditativen Sphärenklängen in aller Ruhe eine offene Welt, die sich zur Not auch auf den Kopf stellen lässt.

"Papo & Yo" ist ein Mix aus Jump&Run, Puzzle und Adventure. In einer surrealen Version lateinamerikanischer Favelas kann Quico die Grenzen der Realität ebenso sprengen wie die Gesetze der Physik. Imaginäre Zahnräder, Schalter oder Schlüssel lassen sich benutzen, um Hindernisse zu überwinden. Durch die Interaktion werden Betonmauern eingerissen, als wären sie aus Papier. Tore öffnen sich, bunte Barracken beginnen zu laufen oder zu fliegen, der Boden wird zum Aufzug, Treppen und Brücken entstehen aus dem Nichts.

Videos zum Spiel:

Video: Launch-Trailer zu "Papo & Yo"

Video: E3-Trailer zu "Papo & Yo"

(Fortsetzung)

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