Das große Misstrauen

© DayZ
In "DayZ" beträgt die durchschnittliche Lebenszeit momentan durchschnittlich 68 Minuten. Der Grund: Zombies. Oder menschliche Mitspieler.
Auf dem Weg zum Massenphänomen: Über 1,2 Millionen aktive Spieler verzeichnet der virtuelle Überlebenskampf "DayZ" mittlerweile - eine von Fans programmierte Modifikation für die Militärsimulation "Arma 2", die zwei Jahre nach ihrer Veröffentlichung zum Verkaufsrenner wird. Nicht ohne Grund: Der Survivalhorror hebt sich wohlwollend von der Masse der Zombiespiele ab und stellt den Spieler vor ein moralisches Debakel.
Der Tod ist die einzig sichere Konstante im Leben. Irgendwann holt der Sensenmann jeden, mal früher, mal später. In "DayZ" beträgt die durchschnittliche Lebenszeit momentan durchschnittlich 68 Minuten.
Was sich kurz anhört, ist eine unglaublich intensive Erfahrung. Denn überleben ist das einzige Ziel in "DayZ" - um jeden Preis. Die idyllische Spielwelt Chernarus ist von blutdürstigen Zombies und - meist viel schlimmer - menschlichen Mitspielern besiedelt, die auf der Jagd nach wertvollen Utensilien reuelos den Abzug drücken. Nicht selten enden die ersten Stunden von Anfängern im Staub, ohne dass sie je auf einen Zombie getroffen sind, stattdessen aber von ruchlose Banditen ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans. Wer stirbt, beginnt mit dem Nötigsten wieder von vorne.
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