Sonys neuester Streich: Die Playstation Vita(Sony)

Sonys neuester Streich: Die Playstation Vita.

Kompaktes Kraftwerk: Mit der Playstation Vita hat Sony ein mobiles Rechenmonster auf die Spieler losgelassen. Unter der schwarzen Haube stecken mit der ARM A9-CPU sowie der Grafikeinheit Power VR SGX 543 MP4+ zwei leistungsfähige Vierkernprozessoren sowie 512 Megabyte Arbeitsspeicher, die auf dem tragbaren Gerät ein Grafikfeuer abfackeln.

Beim Auspacken ist von derart geballter Rechenkraft freilich wenig zu spüren, vielmehr gestaltet sich der Lieferumfang der Playstation Vita ziemlich übersichtlich - und schlicht.

Im Karton befindet sich neben der Konsole und den Anleitungen noch ein USB-Aufladekabel sowie AR Karten, die wie beim Nintendo 3DS für Augmented Reality-Erfahrungen dienen sollen. Dabei verschmilzt die mit der Kamera aufgenommene Umgebung mit Spielgrafik, was jedoch bislang meist nur eine kurzweilige Spielerei ist. Nicht vorhanden sind eine Schutzhülle oder eine Handschlaufe, die gibt es nur separat in Form eines Starter Kits, das entweder 25 Euro oder mit einem Auto-Stromadapter 29 Euro kostet. Schade eigentlich.

Die Konsole selbst erinnert auf den ersten Blick frappierend an die PSP-Vorgänger. Zur Steuerung stehen ein digitales Steuerkreuz sowie zwei Analogsticks zur Verfügung, ferner zwei Triggertasten, die typischen vier Playstation-Knöpfe sowie der Start- und Selectknopf.

Zum Bedienen der Konsole gibt es schließlich noch den An-Ausknopf, zwei Buttons für die Lautstärke sowie den vielleicht wichtigsten Knopf, den Schalter mit dem Playstation-Symbol. Dazu später mehr.

Mittig thront der berührungssensitive, fünf Zoll große OLED-Bildschirm. Er unterstützt Multitouch-Gesten, beispielsweise das Zoomen mit zwei Fingern, und bietet eine Auflösung von 960 mal 544 Bildpunkten. Rechts daneben wurde eine Frontkamera für Videotelefonie platziert, sie überträgt im veralteten VGA-Standard mit 640 mal 480. Auf der Oberseite der Konsole befindet sich der Kartenslot für die "Vita-Cards" - SD-förmige Flashmodule, welche die UMDs der Vorgänger ersetzen und nicht kopierbar sein sollen. Alternativ können alle Spiele als digitaler Download im PS Store erworben werden; ein Wiederverkauf ist dann nicht mehr möglich, die Titel sind ans Playstation Network-Konto gebunden. Schön wäre es jedoch gewesen, die Spiele von der Vita Card auf die Speicherkarte installieren zu können, um ein ständiges Mitschleppen der Module zu vermeiden.

Unterhalb des Displays befindet sich der Steckplatz für die Memory-Karte - die Vita verfügt nicht über einen integrierten Speicher, sowie der Stromanschluss. Auf der Rückseite findet sich schließlich noch das kapazitive Multi-Touchpad, die Vorrichtung für die Sim-Karte, ein Mikro sowie eine weitere Kamera mit derselben niedrigen Auflösung wie die Frontkamera, weshalb sich die Vita nicht als Knippsenersatz eignet.

Vita Card(Sony)

Die Vita-Cards sind angeblich nicht kopierbar - hier dürften sich Cracker besonders herausgefordert fühlen.

Insgesamt macht das mit einem 3G-Modul 279 Gramm schwere und 182 mal 18,6 mal 83,5 Millimeter große Handheld einen sauber verarbeiteten, hochwertigen Eindruck. Es liegt angenehm in der Hand, alle wichtigen Elemente sind gut erreichbar.

Der positive Eindruck hält sich auch nach dem Einschalten des Geräts. Der kapazitive Bildschirm reagiert flüssig und flott auf die Eingaben, und überzeugt mit knackigen Farben. Bedient wird die Konsole ausschließlich über die Finger, Knöpfe, Touchpad, Trigger und Sticks kommen nur in Spielen zum Einsatz.