Mächtige Markenverschmelzung

© Rovio
"Angry Birds Star Wars" basiert auf dem minimalistischen Spielprinzip der Vorgänger, setzt aber auf eine mächtige Marke.
Es gibt wohl kaum ein Smartphone auf diesem Planeten, auf dem "Angry Birds" nicht installiert ist. Die Reihe um einen Schwarm zorniger Vögel, die sich vom Spieler per Zwille auf fiese Schweine schleudern lassen, bringt es mittlerweile auf mehr als eine Milliarde Downloads. Und auch der neue Ableger dürfte bei iOS-, Android- und Windows-Phone-8-Usern bestens ankommen, führt er doch in eine weit, weit entfernte Galaxie, in der seit Kurzem eine Maus das Sagen hat.
Es ist die nächste mächtige Markenverschmelzung - und eine amüsante obendrein: Erst vor wenigen Wochen übernahm Disney das Studio Lucasfilm inklusive der Rechte an der "Star Wars"-Saga, nun landen die "Angry Birds" im "Krieg der Sterne"-Universum. Das Delikate an der Situation: Der finnische Entwickler Rovio vergleicht sich gerne mit dem Micky-Maus-Konzern und betont immer wieder, dass man irgendwann größer als Disney werden möchte. Auch wenn das Ziel noch in weiter Ferne ist, scheint man zumindest auf einem guten Weg zu sein: Die Marke "Angry Birds" ist mittlerweile ein globales Phänomen, TV-Serien und Filme mit dem Federvieh sind angedacht, fast die Hälfte des Umsatzes wird mit Merchandising-Artikeln verdient. Selbst ein "Angry Birds"-Freizeitpark existiert bereits.
Zudem haben die Finnen ein Patentrezept gefunden, das auch künftig Downloadzahlen in Millionenhöhe verspricht. Schließlich dürfte es ein Leichtes sein, weitere Hollywood-Marken umzumünzen, ohne größere Änderungen am Spielprinzip vornehmen zu müssen. Wie das effizient und konsequent geht, zeigt Lego: Im Auftrag der Dänen entstanden zahlreiche Videospiele mit den klötzchenhaften Eigeninterpretationen bekannter Filme - von "Harry Potter" über "Batman", "Indiana Jones" und "Herr der Ringe" bis hin zu - natürlich - "Star Wars".
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