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23 August 2012 | Von Jens-Ekkehard Bernerth

"End of Nations" in der Preview: Echtzeitstrategie reloaded

Mit jeder Menge Enthusiasmus, Können und guten Ideen arbeitet Entwickler Petroglyph an "End of Nations". Tatsächlich könnte der Online-Titel frischen Wind in das stagnierende Genre bringen.


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Abgelichtet: "End of Nations" (Bild: Trion)

End of Nations (© Trion)

Was kommt dabei heraus, wenn ehemalige Westwood-Veteranen ("Command & Conquer") an einem Echtzeitstrategiespiel arbeiten, das in der Zukunft angesiedelt ist? Ein Titel mit zwei Fraktionen, vielen unterschiedlichen Einheiten sowie vielen guten Ideen - quasi Command & Conquers geistiger Nachfolger, aber nur fast.

Unter der Leitung von Studio-Chef Mike Legg arbeiten bis zu 85 Entwickler seit vier Jahren an "End of Nations", dessen Handlung circa 50 Jahre von der Jetztzeit einsetzt. Die Welt ist nach einem Wirtschaftskollaps am Boden, Regierungen und Staaten sind untergegangen. Zwei Fraktionen kämpfen um die Weltherrschaft, die Liberation Front und die Shadow Revolution. Veteranen dürften sich gleich an NOD und GDI erinnert fühlen, nicht nur in Punkto Aussehen der Einheiten, auch was das taktische Vorgehen anbelangt: Ist die Liberation Front eher klassisch militärisch organisiert, kommen bei der Shadow Revolution Guerilla-Taktiken zum Einsatz. Einsteiger dürften zu Beginn aufgrund der zugänglicheren Spielweise nach Einschätzung der Macher mit der Liberation Front in den Kampf ziehen.

Globaler Konflikt

Die Konflikte entbrennen in Krisenherden auf dem gesamten Globus, es wird neben Player-versus-Player und Player-versus-Environment-Einsätzen auch Coop-Missionen geben. Doch bevor die Schlacht beginnt, will in der Waffenkammer der Einsatz vorbereitet werden.

Jeder Spieler verfügt über drei Kompanien, die er mit Einheiten bestücken kann. So kann beispielsweise die Alpha-Kompanie aus mächtigen Panzern bestehen, Einheit Bravo aus Kampfhelis, und Charlie aus Infanteristen und Support-Einheiten. Zudem können die Einheiten jeweils modifiziert und erweitert, als auch das Aussehen angepasst werden. Talentbäume gibt es ebenfalls.

Ein Held für alle Fälle

Eine besondere Rolle spielen die Helden, die quasi als Commander jeder Kompanie bevorstehen. Wie in "Starcraft 2" bringen Sie besondere Boni und Fähigkeiten mit in die Schlacht und sind mächtiger als die Standardeinheiten. Auch sie steigen im Verlauf der Einsätze im Rang auf.

Mittels Mod-Slots können die Fähigkeiten der Einheiten weiter verändert werden. Ist der dicke Panzer des Helden zu langsam, kann er mit Hilfe der Tempo-Modifikationen zu einer Rennsemmel umgewandelt werden. Insgesamt können nicht nur die Werte, auch das spezifische Aussehen der Einheiten im Editor verändert werden. Für Leute, die auf personalisierte Armeen stehen, ein Fest.

Ist das Schlachtensetup fertig, geht es in das Krisengebiet. Bis zu 56 Spieler können sich auf den Schlachtfeldern beharken, auf der gezeigten Karte "Full Boar" wurde zu viert gemeinsam gegen die Shadow Revolution gekämpft. Zum einen gibt es verschiedene Kontrollpunkte, die erobert werden müssen, zum anderen neutrale Gebäude, die Vorteile im Kampf verschaffen und für einen Geldfluss sorgen.

Nur Bares ist Wahres

Apropos Geld: Ohne Bares läuft nichts bei "End of Nations", was wohl der Free-2-Play-Natur geschuldet ist. Für so gut wie alles gibt es Geld, und gleichzeitig kostet so gut wie alles wertvolle Credits, etwa wenn eine eigene Einheit zerstört wird, und sie per Knopfdruck wieder auf das Schlachtfeld befördert werden soll. Auch ist die Ingame-Währung nötig, um die Kämpferriege um neue Helden zu bereichern. Allerdings betonen die Entwickler, dass durch Geld keine spielentscheidenden Vorteile gewonnen werden können, es könne auch alles durch vermehrtes Spielen erreicht werden.

Eine weitere Aufgabe auf "Full Boar" war es, einen besonders dicken Panzer zu zerstören, der sowohl eigene Einheiten als auch Häuser ohne mit der Wimper zu zucken platt walzte. Normale Feuerkraft hinterließ keinen bleibenden Eindruck, im Gegensatz zu den beiden Superangriffen: Zu sehen gab es einen Nuklearangriff und eine Attacke aus dem Orbit. Die mächtigen Angriffe laden sich im Verlauf des Spielens auf und stehen jedem Spieler zur Verfügung. Basisbau ist allerdings Fehlanzeige, was so manchen Echtzeitstrategiefan enttäuschen könnte. Jedoch wird das Gameplay dadurch sehr rasant und actionbetont.

Rosiger Ausblick

Momentan läuft der geschlossene Betatest von "End of Nations", im Hintergrund arbeiten die Entwickler an weiteren PvE- und Coop-Missionen, nachdem ein Großteil der Karten bislang hauptsächlich PvP-Maps sind. Auch denken die Macher über weitere zerstörbare Umgebungen nach, etwa dass Brücken unter Beschuss einstürzen, und auch See-Einheiten sind angedacht; allerdings ist beides nicht final und somit Zukunftsmusik. Bestätigt hingegen sind globale Events und Schlachten, etwa wenn die beiden Fraktionen um die Herrschaft von ganzen Kontinenten kämpfen. Petroglyph kocht also ein heißes Echtzeitstrategiesüppchen, das dem brachliegenden Echtzeitstrategiegenre durchaus neue Impulse geben und mit seiner Free-2-Play-Natur auch Genre-Neulinge locken könnte.

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