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E3: Microsoft bläst zum finalen Angriff auf die Vormachtstellung im Wohnzimmer

Jens-Ekkehard Bernerth
Die Zeiten ändern sich: Früher waren Konsolen dedizierte Spielkisten, die höchstens noch mit dem Netz für den Highscore-Vergleich oder Mehrspielerpartien verbunden werden mussten. Heute sieht das ganz anders aus: Die Playstation 3 zieht ihren größten Mehrwert aus dem Blu-ray-Laufwerk, während die Xbox vor allem in den USA mit einem reichhaltigen Streaming-Angebot die Massen von sich überzeugen will.
Die Xbox als Settop-Box? Aber ja. Dementsprechend waren die größten Ankündigungen bei der Pressekonferenz im Galen Center nicht irgendwelche Spiele, sondern die neuen Streamingangebote und technischen Gimmicks, welche die Xbox von einer Konsole in eine mächtige Entertainmentzentrale verwandeln - selbst wenn so manches davon vorerst nur in den USA vorhanden sein werden, wie etwa die Spielübertragungen der US-Sportligen NBA und NHL.
Zentrales Kernelement vieler vorgestellten Features ist dabei die bewegungssensitive Hardware Kinect. Die Erweiterung wird von Microsoft gezielt zur Verbesserung der Bedienung genutzt - etwa für die Sprachsteuerung.
Ein Feature, das bislang hauptsächlich im englischsprachrigen Raum verfügbar war und nun auch für deutsche Zocker eingeführt werden soll.
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Die größte Neuerung dürfte jedoch „Xbox Smartglass" sein. Dahinter verbirgt sich eine App, die mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets und auch PCs zu Eingabegeräten für die Konsole verwandelt. Beispielsweise können Filme und Musik, die über Xbox Live gestreamt werden, vom Fernseher auf das Tablet und vom Tablet auf den Fernseher gezogen werden. Ferner zeigt die App Zusatzinfos zu Darstellern an, sofern das Streammaterial entsprechend aufbereitet wurde.
Alles smart mit "Smartglass"
Die zweite große Neuerung unterstützt „Smartglass" ebenfalls: Die Bedienung des Internet Explorers, der Einzug auf der Konsole finden wird. Zum einen wird der Browser - na klar - per Sprache bedient, zum anderen aber mittels des Mobilgeräts, über das gezogen, gedreht oder vergrößert werden kann. Die unkomfortable Bedienung per Gamepad hat Microsoft somit elegant umschifft, ohne dass der Nutzer neue Bedienweisen erlernen muss.
Allerdings hat „Smartglass" zwei Haken: Obwohl großzügig alle mobilen Betriebssysteme mit der App ausgerüstet werden soll, gehen Windows-7-Rechner leer aus. Das Programm wird nur auf Windows 8 lauffähig sein. Außerdem kann es gut sein, dass nur Gold-Benutzer in den Genuss der Anwendung kommen. Allerdings ist letzteres nicht bestätigt.
Fitness mit einem Plus
Doch möchte Microsoft nicht nur Couch-Potatoes mit der Konsole erreichen, auch Fitnessfans will der Konzern aus Redmond künftig abholen. Deshalb wurde Nikes Fitnessplattform Nike Plus um Kinect-Funktionen erweitert und für die Konsole in Form von Nike Plus Kinect Training entwickelt. Es bietet Live-Feedback für das Workout zu Hause, Nikes Stefan Olander nennt es das "am meisten personalisierte Fitnessprogramm der Welt", das in Zusammenarbeit mit Fitnessexperten entwickelt wurde. Wer will, kann sich online sportbegeisterte Nutzer suchen, um sich mit ihnen zu messen.
Apropos Kinect: Die bewegungssensitive Hardware, die bislang in jeder Menge Casual-Games zum Einsatz kam, wird immer mehr auch in Core-Titeln wie „FIFA 13" oder „Splinter Cell Blacklist" eingesetzt. Per Sprachsteuerung können beispielsweise bei „FIFA" und „Splinter Cell" den Mitspielern Anweisungen gegeben.
Nur zocken war gestern
Was bleibt also unter dem Strich? Microsoft baut seine ehemalige Daddelkonsole immer mehr zu einem multifunktionalem Entertainmentsystem um. Spieleneuvorstellungen waren komplett Mangelware, es wurde kein einziger neuer Titel enthüllt. Für viele eine Enttäuschung, genauso wie es keinerlei Ankündigungen zum Xbox-360-Nachfolger gab. Das wurde zwar bereits im Vorfeld der Messe kolportiert, doch hat das vor allem in der Videospielbranche nicht immer etwas zu bedeuten.
Spieler müssen trotzdem keine Angst haben, zu kurz zu kommen: „Gears of War 4", „Halo 4", „Splinter Cell: Blacklist", „Forza Horizon", „South Park: The Stick of Destiny" oder „Black Ops 2" dürfte für viele spaßige Stunden sorgen, und auch ein „GTA 5" ist am Horizont zu sehen - selbst wenn es dazu keinerlei Informationen gab, geschweige denn Bilder.
Trotzdem war Microsofts Pressekonferenz aufschlussreich - und eine Kriegserklärung an die Konkurrenz namens Apple und Google mit deren TV-Settopboxen. Denn neben einem umfangreichen Medienangebot - Microsoft bietet Sport, Film, Tv und mit Xbox Music künftig 30 Millionen Streaming-Songs an - und dem neuartigen Browserkonzept hat die Xbox 360 einen gigantischen Vorteil:
Sie hat Reichweite.
Und sollte Microsoft es gelingen, mit dem Mehrwert der Konsole neue Käufer anzulocken beziehungsweise einen Standard zu etablieren, der mühelos auf die neue Konsolengeneration übernommen werden kann, dürfte das einen enormen Wettbewerbsvorteil darstellen. Denn wer braucht verschiedene Settopboxen im Wohnzimmer, wenn mittels eines Geräts umfassend gespielt, Filme und Serien konsumiert, Musik gehört, Sportübertragungen angesehen und im Internet gesurft werden kann, und das auch noch komfortabel und bequem von der Couch aus, unter Umständen sogar problemlos per Sprachsteuerung?
„Smartglass" unterstützt dieses Bestreben nach einer Plattform für alle, und dient gleichzeitig als Killerapplikation für Windows 8. Ein geschickter Schachzug. Einzig die Gold-Pflicht dürfte ein Stolperstein sein, sollte sie tatsächlich wahr werden.
Dennoch: Der Kampf ums Wohnzimmer ist just nochmal so richtig spannend geworden.
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,,...bläst zum finalen angriff auf die vormachtstellung im wohnzimmer"
zeigt wie ernst die redakteure von MSN das alles hier ernst nehmen...
die xbox war, ist und bleibt wahrscheinlich die überflüssigste konsole die es je zurzeit gibt.
GRUND:
ich hatte sowohl eine xbox360 als auch eine ps3 und ich muss ehrlich sagen,
das die xbox mir schon über 4 mal kaputt gegangen ist (und nein es hat nix mit pflegemangel zu tun, weil ich sie REGELMÄßIG gesaubert und aufgepasst habe), während bei der ps3 gar nichts passiert ist, bzw. außer den absturz der psn nichts großartiges vorkam
Alles in allen: ps3 ist um längen (qualität) besser als die xbox360
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