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"Call of Duty: Black Ops 2" angespielt: Gewalt ist geil?
Die Grenzen des guten Geschmacks verlaufen fließend. Wann ist explizite Gewaltdarstellung ein sinnvolles Stilmittel zur Abschreckung, wann billige Gewalthascherei ohne tieferen Sinn?
Im Falle der "Call of Duty"-Reihe gehört die Provokation seit jeher zum "guten Ton". Egal ob das Flughafenmassaker in der ungeschnittenen Version von "Modern Warfare 2", in dem auf einem Flughafen unbewaffnete Zivilisten hingerichtet werden müssen, oder eine Folterszene im direkten Vorgänger "Black Ops": Die explizite Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie - und ist spielerisch oder moralisch im seltensten Fall nötig oder vertretbar.
So auch bei "Black Ops 2": Warum muss gleich zu Beginn des Spiels ein schwer verbranntes Mädchen im Alter von acht bis zehn Jahren gezeigt werden, die elendig ihren Verbrennungen erliegt? Und warum muss wenige Minuten später mitangesehen werden, wie ein namenloser, für die Geschichte vermutlich völlig unbedeutender Soldat jämmerlich unter Schmerzensschreien in einem Jeep verbrennt, mit verkohltem Kopf und aufgeplatzten Hautflächen?
Billige Effekthascherei, die per se nicht zu rechtfertigen ist und den Einstieg in die erste Stunde des Shooters gehörig vermiest. Gut, vor Beginn der Kampagne kann gewählt werden, ob derart drastische Szenen angezeigt werden sollen oder nicht. Doch warum Entwickler Treyarch überhaupt diesen blutigen Pfad weiter beschreitet, ist nicht nachzuvollziehen.
Immerhin gestalten sich die nächsten Minuten nach dem Brandgemetzel und dem Intro-Streifen "zivilisierter". In Angola des Jahres 1986 muss David Mason, Protagonist des ersten Teils, zusammen mit afrikanischen Milizen seinen Kumpel Woods retten. Unter dramatisch-heroischer, bedeutungsschwangerer Musik im schönsten Zimmer-Style wummert und kracht es aus den Boxen, Panzer ballern, Maschinengewehre rattern, Granaten explodieren, und Mason pflügt sich seinen Weg durch die Reihen. Mörsernester wollen ausgehoben, MG-Schützen ausgeschaltet und mittels Helikopter und dicken Raketen Panzer geknackt werden.
Es lebe die Selbstheilung des Körpers
Typisch für den Titel heilen Wunden nach kurzer Zeit von selbst, während die dümmlich agierenden Gegner reihenweise ins Gras beißen. Nach der Schlachtfeldszene geht es weiter auf einem Seelenkutter, auf den Woods angeblich verschleppt worden sein soll. Nach diversen Scharmützeln, unter anderem mit den üblichen stationären MG-auf-Fahrzeug-Ballerszenen und den ebenfalls altbekannten Valkyrie-Rakete-auf-Flugobjekt-Ereignis wird der Gesuchte schließlich in einem Container auf dem Boot entdeckt. Auch hier holt Treyarch die Schockkeule raus: Halbverweste Leichen pflastern den Weg zum Elite-Soldaten, der ebenfalls wie ein halber Toter aussieht.

Screenshot
Nachdem das Boot gestrandet ist, müssen sich Mason & Co. durch den Urwald schlagen. Natürlich treffen sie dort auf Kindersoldaten, und es rumort unangenehm in der Magengrube angesichts der dunklen Vorahnung. Glücklicherweise bricht Treyarch wenigstens nicht das Tabu, Kinder erschießen zu müssen. Denn das wäre für unseren Geschmack endgültig zu weit gegangen.
Stattdessen muss sich auf der Suche nach einem Funkgerät an den Patrouillen vorbeigeschlichen werden. Nach kurzer Zeit ist es auch gefunden - dumm nur, dass der junge Raul Menendez davorsitzt, gesprochen von Schauspieler Wotan Wilke Möhring (mehr dazu im Video-Interview auf MSN.de). Das erste Aufeinandertreffen zwischen Mason und Menendez endet ohne größeres Blutvergießen. Hätte Mason damals gewusst, dass Menendez später als der gefährlichste Terrorist der Welt gilt, hätte er wohl nicht gezögert, abzudrücken.
Es folgt eine wilde Verfolgungsjagd durch den Dschungel, mit jeder Menge toter Milizen und einem natürlichen glücklichen Ausgang für die US-Helden.
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( da schaut manen film der eigentlich harmlos ist außer das da vllt einer einen anderen erchlägt und ein bischen blut blist wird es ab 18 eingestuft.... was für ein scheiß) "übertrieben gesagt"
dadurch wird doch keiner zum mörder oder was die sonst noch darüber sagen
die meisten können realität mit Fantasie unterscheiden
Guter Test. So stell ich mir das vor.
An die Gewalt-Kritik-Kritiker sei zu sagen: Es geht nicht darum, dass Gewalt in hohem Maße gezeigt wird, sondern wie sie verpackt ist! CoD ist ein plumper und einfallsloser Shooter, gern würde ich es auch als moorhuhn für Menschen, die mal Ihr Rechenzentrum ausschalten wollen, bezeichnen, und da ist diese übertriebene Gewalt eindeutig fehl am Platz.
Korrekt angewendet ist sie bei Shootern, die wirklich eine Geschichte erzählen wollen und keine aufgesetzte Terroristen-Weltkriegs-Story. Es muss keine Seifenoper sein, aber vielleicht mal das hinter der Fassade der Soldaten aufzeigen. Viele Soldaten haben Briefe, sogar Gedichte, in die Heimat geschickt, um das Gesehene zu verarbeiten. Wieso kann es keine Story sein, bei der der Charakter einen moralischen Wandel durchlebt. Der Bruder stirbt und man hinterfragt den Sinn des Krieges und will die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft ziehen. Hier sind solche Gewalt-Szenen angebracht und alles Genannte lässt sich genauso mit der üblichen Shooter Kost verbinden. Wieso nicht so etwas mal?
Aber Hirn abschalten ist einfacher, als Hirn strapazieren. Verstanden.
meine persöhnliche meinung ist, das ich das gut heisse,
2 habe ich so viel erfahrung mit Spiele, das ich mir mittlerweile eine eigene meinung gemacht habe was ich gut finde oder nicht. oder ob es mir zu brutal ist oder nicht.
Fazit: selber spielen und testen:D
Sie können mir glauben, ich bin alles andere als zartbesaitet, und auch nicht unerfahren was Shooter angeht. Mein erster war ein verbotener Titel von id software, und seitdem habe ich so gut wie alle relevanten Shooter gespielt. Trotzdem geht mir die plump-plakative Art der Gewaltdarstellung in den "CoD"-Spielen allmählich zu weit. Und das ist im Endeffekt das, was im Test kritisiert wurde.
Ich bin mir sicher, dass 99 % der Käufer diese gut finden, das Spiel unter anderem deswegen kaufen oder nicht weiter schlimm finden.
Und bevor jetzt irgendwelche Gutmenschen auf den Jugendschutz anspielen, das Spiel ist ab 18 Jahren freigegeben. Wenn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren das Spiel spielen, trifft bezüglich des Jugendschutzes weder das Spiel noch die Entwickler die Schuld, sondern schlichtweg die Personen, die es den Jugendlichen zugänglich gemacht haben.
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