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19 August 2013 | Von Jens-Ekkehard Bernerth

Angespielt: So spielt sich der Mehrspielermodus von "Call of Duty: Ghosts"

Activision hat bei der Enthüllung des Mehrspielermodus von "Call of Duty: Ghosts" in Los Angeles nicht nur Theorie walten lassen. Wir haben die PC- und Xbox One-Fassung stundenlang Probe gespielt.


"Call of Duty: Ghosts" angespielt (© Activision)

Für einen umfassenden Eindruck hat das Gebotene allerdings nicht gereicht, die Entwickler haben nur  einen Bruchteil der verfügbaren Modi, Perks und Karten in die Demo gepackt. So konnte sich die Journalistenschar lediglich auf den Schlachtfeldern "Octane", "Strikezone" und "Whiteout" in den Modi "Search & Rescue", "Domination" und "Cranked" gegenseitig auf die Mütze geben.

Die Karten gefielen mit durchdachtem Design, vielen Laufmöglichkeiten und dem ein oder anderen Hotspot. "Octane" und "Strikezone" hatten sogar die dynamischen Elemente, die sich vor allem bei "Strikezone" bemerkbar machten.

Hier die Karten im kurzen Überblick:

  • Strikezone: Ein Stadium, das sich mit vielen engen Gängen vor allem für Nahkampfgefechte anbietet und das nach der Explosion durch das dynamische Event eine völlig andere Gefechtsumgebung darstellt.
  • Whiteout: Eine Karte im Winter, inklusive kleinem Dorf, gekentertem Schiff, zugefrorenem See, Höhlen und einem kleinen Waldgebiet.
  • Octane: Mitten in der Wüste liegt das Szenario von Octane. Die verlassenen Häuser(dächer) bieten Scharfschützen gute Deckungsmöglichkeiten, auch, um den Hotspot rund um die Tankstelle mit Dauerfeuer zu beharken, die als dynamisches Event explodiert und einstürzt.

Besonders viel Spaß hat der Domination-Modus auf "Whiteout" gemacht, bei dem genre-typisch Punkte besetzt und gehalten werden müssen. Vor allem der umkämpfte, zentrale Punkt in der Höhle war ein Garant für Spaß und jeder Menge wilder Gefechte, auch bei "Search and Rescue" hat die Karte eine gute Figur gemacht. Auf "Strikeout" hat "Cranked" gut gefallen, die engen Räume hat sich für die Jagd nach dem nächsten Abschuss regelrecht angeboten.

Typisch für die Reihe sind die Karten nicht übermäßig groß , die Gefechte dafür temporeich ausfallen.

Angespielt: "Call of Duty: Ghosts" (© Activision)

Auffällig ist die dezente Darstellungsweise von Ereignissen auf dem Bildschirm, mit den prollig-knalligen Einblenden der Vorgänger hat "Ghosts" nichts mehr am Hut. Dafür war die Anzeige des Killstreak-Fortschritts bei "Black Ops 2" übersichtlicher.

Wenig überzeugt haben die Bewegungsneuerungen "Natural Leap", bei dem sich der eigene Recke aus einer Deckung ohne Knopfdruck lehnt, und "Slide", bei dem der Spieler nach Knopfdruck aus dem Lauf ohne Unterbrechung rutscht und schießt und so "Momentum" wahrt. Mag zwar dynamisch und vor allem besser klingen als der bisherige Hechtsprung der Reihe, bei dem der Akteur danach flach auf den Boden geklatscht ist; ob es sich allerdings durchsetzen wird, muss sich zeigen. Vor allem "Natural Leap" kam im Testspiel in den schnellen Gefechten so gut wie gar nicht zum Einsatz.

Eine gute Sache könnte hingegen der "Battle Chatter" sein, bei dem die Figuren von selbst die Position der Gegner über den Teamfunk durchgeben. Sobald das Kartenlayout und die wichtigen Punkte bekannt sind, könnte sich das tatsächlich taktisch bemerkbar machen.

Das Zusammenstellen der Perks mit dem neuen System geht einfach von der Hand, großartig neu fühlt es sich trotz der Euphorie der Macher jedoch nicht an. Schön ist aber, dass jeder Soldat tatsächlich durch die Auswahl- und Einstellmöglichkeit eine persönliche Note bekommen kann.

In Punkto Grafik war "Ghosts" jetzt keine Sensation: Die Charaktermodelle sind zwar nach wie vor recht detailliert, und das Spiel wirkt tatsächlich hübscher als die Vorgänger, trotzdem fanden sich einige äußerst hässliche Texturen im Spiel. Allerdings sollte das jetzt nicht überbewertet werden, bis zur Veröffentlichung von "Ghosts" Anfang November vergeht noch jede Menge Zeit, und das angekündigte Texturen-Pack für den PC macht Hoffnung auf mehr. Auf die Grafikpracht eines "Battlefield 4" zu hoffen, wäre jedoch vermessen.

Dementsprechend positiv fällt unser Gesamteindruck auf: Vom Spielgefühl steht "Ghosts" schon jetzt dem Vorgänger in nichts nach, die schnellen Gefechte machen schon jetzt viel Spaß. Die Änderungen bei den Perks sind gelungen, schließlich bringen sie zusammen mit den dynamischen Events und dem Battlechatter mehr Taktik ins Gameplay. In Punkto Technik hat aber nach wie vor EAs "Battlefield"-Reihe die Nase vorn.

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