Razver vs Tritton(Razer,Tritton)

Jedes Headset kommt in einem dicken Karton und weist allerlei Zubehör wie optische Kabel und eine Dockingstation auf. Das Besondere an den Geräten: Beide können sowohl für PC, PS3 und Xbox 360 eingesetzt werden, wenn auch im Falle des Razers mit Einschränkungen. Dazu später mehr.

In einem Punkt unterscheiden sich die Kopfhörer eklatant: Ist das Razer kabellos, hängt das Tritton an einer etwa vier Meter langen Strippe. Gut positioniert wurde eine Kabelfernbedienung, mit der die Lautstärke der einzelnen Lautsprecher sowie der Sprachübertragung reguliert werden können. Ein Clip für das Befestigen am Gürtel fehlt leider, weshalb das etwas zu schwer geratene Teil etwas uninspiriert herumbaumelt.

Wie bereits erwähnt kann das Tritton mit drei Plattformen verbunden werden. Der Anschluss erfolgt beim PC entweder analog oder digital - entsprechende Kabel liegen bei, bei den Konsolen kommt das optische Kabel zum Einsatz.

Die Verkabelung ist einfach vorzunehmen, Ansteckskizzen und ein Benutzerhandbuch stehen helfend zur Seite, etwa bei der PS3-Installation. Hier muss in den Einstellungen der Konsole DTS deaktiviert werden, und als Aufnahmegerät für Sprachübertragung das USB-Gerät gewählt werden.

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Etwas leichter fällt das Setup des Razer Chimaera 5.1. aus. Das Chimaera ist kabellos, dementsprechend muss nur die Konsole per Toslink-Kabel mit der Dockingstation verbunden werden. Obwohl das Chimaera in erster Linie für die Xbox 360 ausgelegt ist, funktioniert aufgrund der digitalen Verbindung auch der PC und die Playstation 3 ohne Mucken mit dem Headset, auch die analoge Verbindung wie Cinch- und Klinkenkabel ist möglich. Wie schon beim Tritton muss lediglich in den Audioeinstellungen der PS3 DTS entfernt und Dolby Digital gewählt werden. Einzig auf die Sprachübertragung muss mit dem Chimaera bei PC und PS3 verzichtet werden, die funktioniert nur mit der Xbox 360.

Mit roher Gewalt

Wie bei der Stereo-Variante des Chimaera müssen im Chimaera zwei Akkus auf der rechten Seite untergebracht werden. Die Abdeckung ist erneut nur mit stumpfer Gewalt zu öffnen, ein komfortabler Öffnungsmechanismus ist leider nach wie vor Fehlanzeige. Einmal geladen halten die Akkus für circa acht Stunden.

Ansonsten finden sich alle wichtigen Bedienelemente am Kopfhörer: Links kann die Lautstärke der Stimmübertragung reguliert werden, rechts die des Tons. Auf den Außenseiten der Ohrmuscheln prangen weitere Knöpfe, etwa ein Stumm-Knopf, ein Sync-Knopf sowie einer für den Modus und ein Powerknopf. Praktisch: Wird das fest verbaute Mikro hochgeklappt, wird automatisch die Sprachübertragung stumm geschaltet.

Vor dem ersten Verwenden sollte das Chimaera erstmal auf die Ladeschale - hier hat das Tritton einen eindeutigen Vorteil. Nach gut drei Stunden sind die Akkus geladen und das Headset einsatzbereit.

Razer gibt was auf die Ohren

Im direkten Soundvergleich weist das Razer-Werk den Tritton-Kandidaten glatt in die Schranken: Der Sound wirkt ausgewogener, vor allem die Höhen und Mitten sind differenzierter im Vergleich zum basslastigen AX Pro, das hingegen die knackigeren Schussgeräusche bietet, dafür aber bei den restlichen Soundwiedergabe dem Razer hinterherhinkt. Dasselbe Bild auch bei der Musikwiedergabe, die beim Tritton zu keinem Vergnügen wird. Gelobt werden müssen die drei Equalizer-Stufen beim Chimaera, die sich hörbar auf den Sound auswirken. In Punkto Tragekomfort hat jedes Gerät überzeugt.

Soundliebhaber greifen zu Razer

Das Wechseln der Kabel sollte mit Bedacht vorgenommen werden.(MSN)

Das Wechseln der Kabel sollte mit Bedacht vorgenommen werden.

Dementsprechend eindeutig fällt das Fazit aus: Das Chimaera ist für 5.1-Fans das bessere, wenn auch mit knapp 190 Euro teurere Headset. Den höheren Preis wiegen jedoch die Vorteile auf: Es ist kabellos, bietet den besseren Klang und überzeugt mit einer feinen Verarbeitung. Die Möglichkeit, über die Basisstation noch bis zu drei weitere Chimaera für Clanwars anzuschließen, dürften allerdings die Wenigen nutzen. Apropos Basisstation: Der Anschluss für das optische Kabel muss mit Vorsicht bedacht werden: Dem häufigen Wechseln des Kabels im Rahmen des Tests hielt die aus drei Teilen bestehende Plastikvorrichtung nicht stand. Zwar dürfte ein derart häufiges Wechseln des Kabels unter Normalbedingungen selten bis nie stattfinden, doch trübt es ein wenig das sonst fast makellose Bild.

Gut verarbeitet ist auch das AX Pro von Tritton, das ansonsten jedoch in Sachen Klang weniger überzeugend auftritt. Schade, angesichts des Preises in Höhe von 140 Euro haben wir uns mehr vom Headset erwartet, zumal der Tragekomfort durch die zu schwere Kabelfernbedienung Abzüge in der B-Note erhält.

Dennoch dürfen PS3-Besitzer das Headset antesten, sollten sie Wert auf Sprachübertragung und 5.1.-Sound llegen. Xbox 360-Jünger hingegen können ruhigen Gewissens das Chimaera ausprobieren - oder aber beide Fraktionen warten auf das Frühjahr, wenn beide Firmen ein Headset mit echtem 7.1. auf den Markt bringen - Razer das Tiamat 7.1, Tritton das Warhead 7.1, das dann ebenfalls kabellos auftreten wird.

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