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23 März 2012 | Von Jens-Ekkehard Bernerth

"GoPro HD Hero 2 Outdoor Edition" im Test: Kamera für alle Zwecke

"Be a hero" lautet das Motto von GoPro-Nutzern - "sei ein Held". Tatsächlich lässt die robuste Outdoor-Kamera tolle Aufnahmen in FullHD mit Leichtigkeit Wirklichkeit werden - wenn man sie richtig montiert. Wir haben sie getestet.


GoPro in Bildern (© Jens-Ekkehard Bernerth)
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Der Lieferumfang der Outdoor-Edition. (Bild: Jens-Ekkehard Bernerth)

Für den Artikel haben wir uns für die Outdoor-Edition entschieden, die sich besonders für Winter- und Radsportler eignet. Weitere erhältliche Varianten sind die Motorsports- und die Surf-Editionen, die sich einzig in den beigelegten Montagevorrichtungen unterscheiden.

Im Lieferumfang befindet sich neben der Kamera das robuste, durchsichtige Gehäuse, in dem die Knippse untergebracht wird, vier Montageclipper, ein Kopf- und Helmband sowie ein Dreiwege-Pivotarm.

Das Anbringen der Kamera ist ein Kinderspiel: Nach dem Einsetzen einer maximal 32 Gigabyte großen SDHC-Karte in den dafür vorgesehenen Slot an der Seite wird die Kamera in das bis zu 60 Meter wasserdichte Plastikgehäuse eingesetzt und über das Clip-System in die Halterung geschoben.

GoPro (© GoPro)

Besagte Halterungen verfügen über eine Klebefläche auf der Unterseite. Bei zwei ist die Unterseite plan, zwei kommen gekrümmt, was optimal für die Unterbringung am Helm oder auf dem Radlenker ist. Wer mehr Halterungen benötigt, kann sie auch einzeln nachkaufen, der Hersteller Woodmann Labs bietet divseres Zubehör auf seiner Homepage an, unter anderem eine Handgelenkhalterung oder Stativvorrichtung.

Für unseren Test wollten wir zwei Halterungen verwenden: Eine gekrümmte Vorrichtiung wurde auf der Vorderseite des Helms untergebracht, um dem Zuschauer das Geschehen quasi durch "unsere Augen" zu vermitteln. Die zweite montierten wir auf der Nose des Snowboards, um zum einen das Geschehen in der Frontansicht aus der Halbtotalen beim Boarden zu zeigen, zum anderen um die Kamera möglichst nah auf der Piste zu haben und so für spektakuläre Bilder aus der Perspektive des Boards zu sorgen.

Alle Kameras fliegen hoch

Sollte passen - zumindest in der Theorie. Doch in der Praxis flog uns die Halterung samt Kamera unmittelbar nach der ersten Erschütterung in hohem Bogen um die Ohren und vom Board. Obwohl der Aufsatz im Trockenen montiert wurde, war die Fläche zu klein beziehungsweise die Kraft, die auf das Brett während des Fahrens wirkt, wohl zu groß für die Klebefläche. Vermutlich ist für diese Art von Filmen die separat erhältliche Saugnapfhalterung besser geeignet.

Aber auch das Filmen über die Kopfkamera ist vor allem beim ersten Verwenden nicht ganz leicht. Denn einen integrierten Vorschaubildschirm gibt es nicht, weshalb die Kamera auf gut Glück, später aus Erfahrung heraus justiert werden muss. Anfangs kann es also durchaus sein, dass anstelle der Weite der Piste, die vor dem Fahrer liegt, höchstens der eigene Schatten gefilmt wird, was höchstens ein nettes Schnittbild darstellt, jedoch nicht die Geschwindigkeit und Rasanz des Boardens vermittelt. Abhilfe könnte das "LCD BacPac" leisten, ein optionaler Bildschirm, der jedoch mit circa 90 Euro zu Buche schlägt. Doch sind wir der Meinung, dass für den ohnehin nicht geringen Preis der Kamera ein kleines integriertes Display von Haus aus vorhanden sein sollte.

Von den Anfangsschwierigkeiten abgesehen überzeugt die Kamera auf ganzer Linie, eine Akkuladung hält circa zwei Stunden für FullHD-Aufnahmen. Klasse ist, dass sie nicht nur als Videokamera genutzt werden kann, sondern auch als Fotoknippse, die mit bis zu elf Megapixel Fotos schießt. Zudem beherrscht sie Selbstauslöser, Serienbilder und Zeitraffer. Für letztgenannten muss allerdings eine SD-Karte der Klasse 10 eingelegt werden. Wem der Betrachtungswinkel (FOV) von maximal 170° nicht so gefällt, für den die GoPro-Kameras berühmt sind, kann ihn auch auf 127° oder 90° stellen.

So klappts besser

Noch zwei Tipps: Um Gefummel an der Kamera zu vermeiden, sollte die "Ein Knopf Aufnahme" aktiviert werden; dann beginnt die Kamera unmittelbar nach dem Einschalten das Filmen, die Gefahr, gleich im Menü zu landen oder die Kamera zu verstellen, ist so gebannt. Denn die zwei vorhandenen Knöpfe zum Ein- und Ausschalten und zum Auslösen dienen gleichzeitig als Menü-Zugang. Und das kann beim blinden Herumtasten schon mal zu ungewünschten Ergebnissen führen. Tipp Nummer zwei ist, die Kamera vor jeder Verwendung aufzuladen. Ein Ladedurchgang dauert circa 90 Minuten, danach steht einem filmhaften Outdoor-Abenteuer nichts mehr im Weg.

Das Fazit

Wer gerne im Gelände, im Wasser oder auf der Piste unterwegs ist und sich gerne selbst in Action erlebt, kommt an der Anschaffung der Kamera eigentlich nicht vorbei. Die Verarbeitung ist makellos, die Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung locker von der Hand, und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten überzeugen. Einzig die Justierung birgt am Anfang Tücken, weshalb am besten erstmal im Trockenen geübt werden sollte, um den optimalen Winkel herauszufinden. Vor allem im hellen überzeugen bei den Filmaufnahmen die Farben und die Schärfe, in dunkleren Bereichen fällt die Qualität etwas ab.

Aufgrund des tadellosen Preis-Leistungs-Verhältnissens können wir die Go Pro HD Hero 2 guten Gewissens klar empfehlen. Wenig verwunderlich, dass auch professionelle Produktionen auf die nur 187 Gramm leichte Kamera setzen. Keine Aussagen können wir zu der Unterwasserfähigkeit der Kamera treffen, beispielsweise beim Schnorcheln. Einen Blitz gibt es nicht, und ob die Aufnahmen mit der Optik zufriedenstellende Resultate liefert, muss demnächst in einem separaten Test überprüft werden.

*****
GoPro Hero HD2 Outdoor Edition, Woodman Labs, circa 349 Euro, bereits erhältlich

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