
Nachdem Erdbeben und Tsunami im März 2011 ganze Landstriche des Landes verwüstet hatten, hatte Google seit Juli seine Fotowagen durch die betroffenen Regionen im Nordosten Japans geschickt. Bei Street View kann nun jeder auf 360-Grad-Panoramafotos die Zerstörung von Orten, Häusern und Straßen nach der Katastrophe sehen.
Die Aufnahmen aus Japan sind auch auf der Projekt-Webseite "Memories for the Future" zu finden, die ebenfalls von Google stammt. Dort lassen sich die beklemmenden Bilder vor und nach der Katastrophe miteinander vergleichen, sofern die Datensätze vorhanden sind. Damit wolle man die Auswirkungen von Naturkatastrophen für jeden greifbar und für die Nachwelt erfahrbar machen, erklärte das Unternehmen. Das Gebiet rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima war jedoch auch für die Google-Autos aufgrund der Strahlung tabu.
Generell hätten jetzt alle Street-View-Bilder einen Zeitstempel, heißt es in dem Blogeintrag weiter. Das Aufnahmedatum zeigt Monat und Jahr und ist am unteren linken Bildrand zu finden. So will Google vor allem Historikern, Stadtplaner und Architekten, aber auch allen anderen Nutzern zeigen, wie aktuell ein Bild ist.
Eine Auswahl an 360-Grad-Bildern und Vorher-nachher-Aufnahmen finden Sie in der Galerie. Bei den verheerenden Naturkatastrophen sind schätzungsweise 20.000 Menschen getötet worden, tausende Menschen werden nach wie vor vermisst, Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.
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