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Apple iPad im Test: Zwei Redakteure, eine Meinung?

Apple
Um den Test ein wenig vom Standardprozedere abzuheben, haben sich zwei Redakteure unabhängig voneinander mit dem Rechner befasst: Joachim Vonderthann, News-Chef bei MSN Deutschland, kann guten Gewissens als Apple-Fan bezeichnet werden, der alle iPhones besitzt und anfallende Korrespondenz am liebsten über das iPad erledigt.
An Computer-Redakteur Jens-Ekkehard Bernerth zog die Apple-Euphorie bislang spurlos vorbei. So schön, durchdacht und bahnbrechend die iPhones, iPods und iPads stets waren, der Funken ist bislang nie übergesprungen. Ob sich das mit dem neuen iPad wohl ändert?
Test #1, Joachim Vonderthann:
Anstellen für ein Technikprodukt? Bin ich denn verrückt? Auch wenn es um das iPad geht? Das ist doch nur etwas für benebelte Apple-Fanboys und nichts für mich Hype-resistenten Erwachsenen.
Dachte ich zumindest.
Ende März 2011 finde ich mich brav wartend in der Reihe vor dem Apple-Store in München, umgeben von zahlreichen anderen Jüngern, um mir das iPad 2 am Erstverkaufstag zu sichern. Und: ich habe es keine Minute bereut und kann mir den Alltag ohne die Wunderflunder aus Cupertino kaum mehr vorstellen. Mails checken, im Internet Surfen, Filme schauen, Fotos bearbeiten und verschicken, ab und zu ein Spielchen - das alles lässt sich an Apples Always-on-Tablet wunderbar einfach bewerkstelligen.
Umso verlockender dann das neue iPad, das ohne Nummerierung auf den Markt kam: Apple hat das bereits brillante Gerät noch besser gemacht. Allen voran das Display: Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln und einer Pixeldichte von 264 ppi ist es viermal so stark wie das des Vorgängers. Der Unterschied ist eklatant: Farben, Fotos und Filme wirken wesentlich intensiver und strahlender, Schrift im Internet oder bei E-Books ist gestochen scharf. Selbst beim noch so großzügigen Aufzoomen und ganz genauen Hinsehen lassen sich bei den einzelnen Buchstaben keine Ausfransungen oder Treppchen feststellen. Hier kann schon der sehr gute Bildschirm des iPad 2 nicht mithalten.
Daneben bietet das neue iPad Verbesserungen im Detail: Eine 5 Megapixel starke Kamera auf der Rückseite inklusive Rotlichtfilter, den flinken A5X-Prozessor und den ultraschnellen neuen Mobilfunkstandard LTE - allerdings nur in den USA und Kanada, in Deutschland muss man sich, entsprechenden teuren Datenvertrag vorausgesetzt - aufgrund abweichender Funkfrequenzen lediglich mit HSPA+ begnügen, also rund der Hälfte der theoretisch möglichen 72 MBit/s.
Dass Apple dem neuen Modell wegen des hochauflösenden und deshalb stromhingrigeren Displays einen stärkeren Akku spendierte und das iPad dadurch minimal schwerer und dicker wurde, fällt im Alltag sprichwörtlich nichts ins Gewicht. Lobenswert ist vielmehr, dass die Akkulaufzeit wie beim Vorgänger immer noch bis zu zehn Stunden beträgt und die Preise für die verschiedenen iPad-Ausführungen gleich geblieben sind.
Bleibt die Frage: Kaufen, ja oder nein? Defintiv ja für alle, die noch keinen Tablet-PC oder das iPad der ersten Generation besitzen. Die Konkurrenz bietet keine wirkliche Alternative. Die kommt ausschließlich von Apple selbst, das iPad 2 wird für 400 Euro in der Wifi-Fassung mit 16 Gigabyte Speicher angeboten. Da das neue iPad in der vergleichbaren Version aber nur 80 Euro teurer ist, empfiehlt es sich jedoch, zum aktuellen Modell zu greifen.
Doch was ist mit Besitzern des iPad 2? Sollten auch die zuschlagen? Ich selbst stand geistig schon wieder vor dem Apple Store an, um mir eine neues Modell zusichern, im letzten Moment hat sich dann aber doch die Vernunft durchgesetzt. Wenn ich mir allerdings das unglaubliche Display des Testgeräts ansehe ... mal sehen, wie lange der Verstand gegen das irrationale Bauchgefühl ankämpfen kann.
Von meinem iPad gesendet
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Ach wie hübsch...
Apple ruft und (fast) alle warten stundenlang geduldig um unbedingt die Ersten zu sein, die mit Elektronikschrott in einem Gehäuse aus an Bäumen nachwachsender Biomasse unter tosendem Applaus den Laden verlassen dürfen....
Trotz Apple - Hype: Außer dem Display (ob man es wirklich braucht, mag jeder für sich entscheiden) hat auch die Konkurrenz so einiges zu bieten: Die Tabletts sind kleiner (was dazu führt, dass es sich auch mit dem Gerät in der Hand tippen läßt), eine austauschbare Speicherkarte passt auch rein und telefonieren geht mit den Dingern auch... Ohh Wunder ;-)
Selbst bei Nutzung als Navigationsgerät läßt sich die Straße noch erkennen, und als E-book Reader sind sie um einiges handlicher...
Fazit: ipad muss nicht sein...
Hmmm, umfassender "Test" ist das nicht. Hier wird meist das tolle Display gelobt, aber das ist nur ein Grund. Die 16 Gigabyte in der Grundversion können schon mal an dieGrenzen stoßen, da wäre ein Speicherkartenslot schon praktisch. Vor allem wenn häufig Daten von PC und pad übertragen werden müssen. Was mich an Apple ehrlich gesagt auch nervt ist die Bevormundung selbst beim Akku. So wie ich das sehe kann ich mein ohnehin schon für viel Geld erstandenes ipad nicht selbst öffnen, um etwa einen verbrauchten Akku austauschen oder bei längerer Abwesenheit von einer Auflademöglichkeit einen Austauschakku zu verwenden. Meine Information ist, dass ich für Akkutausch das pad für ganze 200 EUR bei Apple einschicken muss. Und dann nicht zuletzt, dass nicht alle Internetseiten richtig dargestellt werden.
Neee, ein "Muss ich haben" kommt bei mir nicht auf. Würde derzeit mindestens zu 50% ein Samsung Tablet in die engere Auswahl ziehen...oder auch mal ein Windows 8 -Tablet, wenn die endlich mal in die Gänge kommen würden. ipad bereits in der dritten Generation, aber Microsoft bringt nichts Vergleichbares fertig. Aber das ist eine andere (Trauer)geschichte, erklärt aber auch den konkurrenzlosen "unkritischen" ipad-Hype.
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