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Facebook verbietet Städtenamen und ändert Mail-Adressen

Werbung auf Facebook ist für Städte ein Muss. Doch die Fan-Seiten dürfen nicht wie ihre Städte heißen, hat das Internetunternehmen angeordnet. Foto: Oliver Killig
In den nächsten Tagen und Wochen werden die Nutzer nun erleben, dass ihre Lieblingsstadt den Namen ihrer Fanseite im Sozialen Netzwerk ändert. Das Internetportal zwingt die Betreiber der Seiten - meist die Stadtverwaltung oder das Tourismusmarketing - sich umzubenennen, wie mehrere betroffene Städte der Nachrichtenagentur dpa bestätigten.
Drei Wochen sollen sie dafür Zeit bekommen. Sonst droht ihre Seite aus dem Netz zu verschwinden. Die Städte kuschen, denn Facebook ist für sie längst ein unersetzliches Werbeinstrument geworden.
"Niemand kann einen geografischen Ort vertreten", steht im Facebook-Hilfebereich, auf den die Pressestelle zur Begründung der Anordnung verweist. Eine Seite müsse sich deutlich auf eine Organisation beziehen - wie "New York - Büro des Bürgermeisters" oder "Lok Sabha - Parlament von Indien»" Wenn aber eine Stadt niemandem gehören könne, dürfe sie auch niemand auf Facebook repräsentieren. Sonst "werden die Administratorrechte zurückgezogen".
Dass das Unternehmen mit dieser Drohung nicht scherzt, wurde Anfang des Jahres deutlich. Von einem Tag auf den anderen war die Facebook-Seite der Stadt München aus dem Netz verschwunden. Plötzlich offline - und mit ihr die rund 400.000 Fans der Seite. "Das kam völlig aus dem Nichts", erinnert sich Lajos Csery, Geschäftsführer des Städteportals München.de. Eine Ankündigung habe es nicht gegeben. "Ich glaube, wir hatten einfach Pech, dass es uns als Erste getroffen hat."
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Nun gab es Mitte Juni eine Art Krisentreffen zwischen den Betreibern der großen deutschen Städte-Seiten und Facebook. "Alle offenen Fragen zu Seitennamen" sollten laut Facebook-Einladung geklärt werden. Für die Städte ging es dagegen um viel mehr: Sie wollten das Münchner Schicksal abwenden und ihre Seite mit den mühsam ersammelten Fans im Netz halten.
Ein solcher Verlust würde Berlin besonders hart treffen - mit 1,3 Millionen Fans hat die Hauptstadt nach eigenen Angaben die größte Städte-Seite in Deutschland. "Für uns ist das ein wahnsinnig wichtiger Kanal", sagt Katharina Dreger vom Stadtmarketing Berlin. "An Sozialen Netzwerken kommt man als moderne Stadt nicht vorbei." Ähnlich sieht das Torralf Köhler, Sprecher des Portals Hamburg.de, das auch hinter der Hamburger Facebook-Seite steht. "Nicht auf Facebook zu sein, ist für uns keine Option."
Hauptsache die Seiten bleiben online
Diese Macht, ein hippes und unentbehrliches Marketinginstrument zu sein, spielt Facebook aus. Warum allerdings erst in diesem Jahr die Diskussion um die Facebook-Seitennamen aufkommt, bleibt im Dunkeln - einige Seitennamen gibt es schließlich schon seit Jahren. Berlin beispielsweise nennt als Beitrittsdatum den 4. April 2008. Doch bei den Betroffenen scheint das eher weniger eine Rolle zu spielen: Hauptsache die Seiten bleiben online, so der Tenor.
Und so zerbrechen sich die deutschen Touristiker und Städteverwalter zwischen Flensburg und Konstanz den Kopf über einen neuen Namen. "Wir möchten etwas Internationales", meint Dreger aus Berlin. "Wir haben verschiedene Ideen", sagt Köhler aus Hamburg.
München hat nach seinem Offline-Gau eine Lösung gefunden, mit der offenbar beide Seiten leben können. Vorerst unter dem neuen Namen "Stadtportal München" war die Seite nach drei Wochen wieder im Netz. Inzwischen nennt sie sich "München.de" - hat allerdings einige tausend Fans weniger.
Auch andere Städte fürchten nun, dass ihnen nach der Namensumbenennung die Anhänger verloren gehen könnten. "Menschen lieben Veränderungen nicht", sagt Köhler. "Wir müssen schauen, wie sie reagieren, wenn auf einmal ein anderer Name in ihrer Timeline erscheint." Neuen Namen ausdenken und abwarten, heißt die Devise. Ein positives Ergebnis aus Sicht der Städte hat das Treffen mit Facebook dennoch gebracht: Zumindest in den URLs dürfen die Städte so heißen, wie sie heißen.
E-Mails eigenhändig geändert
Auch bei Privatpersonen hat Facebook ohne Einverständnis der Nutzer eine Änderung des Profils vorgenommen. Bei jedem Nutzer wurde die im Profil angegebene Privatadresse gegen eine neue Facebook-Adresse getauscht, die so aussieht: Nutzername@facebook.com.
Zwar wurde das im April angekündigt, jedoch konnten die Nutzer sich nicht dagegen wehren. Die Konsequenz: Mails von Unbekannten, die anstelle an die ursprünglich angegebene Mail-Adresse an die neue Facebook-Adresse geschickt werden, landen versteckt im Nachrichteneingang des sozialen Netzwerks unter "Sonstiges", oft ohne Hinweis. Für Anwender, die Facebook als geschäftliche Profilseite verwenden, könnten so Nachteile entstehen.
Wir zeigen Ihnen, was Sie in Facebook ändern müssen, damit die Mails wieder an die richtige Adresse gehen.
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Für alle, die es nicht glauben: Man kann auch ein Leben ohne Facebook und Twitter führen!
Wenn ich solche Beiträge lese, bin ich immer wieder der Meinung: Facebook - NEIN DANKE!
Leider wird solchen Datenhändlern nicht das Handwerk gelegt, sondern sogar noch deren Aktien gekauft. Und falls ein Facebook-User doch gelernt hat, kann er seine Daten nicht mal entfernen.
So verhalten sich eben Firmen aus dem freiesten Land der Welt. Vor allen Dingen frei von Skrupeln.
In diesen Sinne... Passt auf eure Daten auf!
Zuckerberg sollte mal sein Hirn aus dem arsch ziehen und sich an die nationalen Datenschutz-Richtlinien halten. Der Vogel ist ja schon mit seinem Börsengang mächtig auf die Fresse gefallen und mich würde es nicht wundern wenn dieser Datenhändler von einem durchgeknallten Typen mit einer 44er Magnum getroffen wird.
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