
Apple
Das ist es also. Das iPad. Kein iPad 3, kein iPad 2 HD, schlicht iPad. Ein cleverer Schritt von Apple, iPad 2,5 würde ja auch blöd aussehen. Denn im Endeffekt wurde das iPad 2 nur punktuell verbessert: Es werkelt ein neuer Prozessor im Innern, hat mehr Arbeitsspeicher - wieviel, wollte Apple nicht verraten, eine bessere Kamera, die Filme hochaufgelöst in 1080p dreht, und optional gegen einen saftigen Aufpreis LTE-Technik mit an Bord. Überstrahlt wird alles vom Retina-Display, der 9,7 Zoll große IPS-Bildschirm löst mit 2048 mal 1536 Pixeln auf und verfügt über eine Pixeldichte von 264 ppi.
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Soweit so gut. Beeindruckend ist aber auch, was das iPad nicht hat: Statt des erwarteten Quadcore-A6 verbaut Apple mit dem A5X "nur" einen Dualcore-Prozessor mit einer Vierkern-Grafikeinheit. Die Leistung soll zwar höher sein als die des normalen A5 und des Konkurrenten Nvidia Tegra 3, der große Quantensprung blieb jedoch aus. iOS 6 wird ebenfalls nicht verwendet, und der Sprachassisstent Siri glänzt mit Abwesenheit, was nicht durch die überarbeitete Diktierfunktion kompensiert dürfte. Und auch die "iSight"-Kamera ist mit ihren fünf Megapixel schwachbrüstiger als die des ansonsten identischen iPhone 4S-Pendants, das acht Megapixel aufweisen kann. Die Frontkamera übertragt sogar nach wie vor nur im veralteten VGA-Standard.
Was spricht also für das iPad? Beziehungsweise lohnt es sich für iPad 2-Besitzer, den Nachfolger zu kaufen?
Unserer Meinung nach eher nicht. LTE kommt erst langsam in die Gänge und dürfte bislang nur für die Wenigsten ein Kaufkriterium sein, und ob das neue Display die Anschaffungskosten rechtfertigt, dürfte eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels sein. Denn das iPad wird nur in zwei Varianten angeboten: Ohne mobilen Internetzugang, also nur mit Wifi und 16 Gigabyte Speicher kostet es 479 Euro, 32 Gigabyte schlagen mit 579, 64 Gigabyte mit 679 Euro zu Buche.
Richtig die Hand auf hält Apple beim 4G-Modell, für 16 Gigabyte will der Konzern aus Cupertino satte 599 Euro, für das 32 Gigabyte-Modell 699 Euro, für die 64 Gigabyte-Variante sogar 799 Euro. Eine 3G-Variante gibt es nicht.
Wer trotzdem mit dem Kauf eines iPads liebäugelt, könnte sich das iPad 2 ansehen. Apple hat den Verkaufspreis gesenkt, gleichzeitig aber auch die Angebotsvielfalt gestutzt: Es werden nur noch 16 Gigabyte-Modelle angeboten. Die WiFi-Variante kostet 399 Euro, die 3G-Version 519 Euro.
Der Verkauf des iPads startet am 16. März. Wir werden beim Verkaufsstart live vor Ort in München sein.
Auf der nächsten Seite finden Sie den kompletten Live-Ticker der Apple-Präsentation vom 7. März.
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