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Apple iPhone 5: Größer, schneller, aber nicht revolutionär

Smartphone-Vorreiter Apple legt sein Flaggschiff neu auf: Das iPhone 5 sieht seinen Vorgängern sehr ähnlich, ist aber schneller, dünner und hat einen größeren Bildschirm. Und es ist fit für den superschnellen LTE-Datenfunk. Foto: Christoph Dernbach
Die Spannung war bis zuletzt immens. Zwar war klar, dass es kommt, doch bis zur Vorstellung um 19.13 Uhr war nicht klar, was genau das iPhone 5 alles zu bieten hat. Immerhin unterstützt es den schnellen Datenfunk LTE, und zwar auch in Deutschland. Damit sind Download-Geschwindigkeiten bis 100 Megabit pro Sekunde möglich - 100 Mal schneller als bei der einfachsten DSL-Leitung im Festnetz, einen entsprechenden und meist sehr teuren Vertrag vorausgesetzt.
Ansonsten blieb sich Apple treu: Das Design des Vorgängermodells iPhone 4S bleibt weitgehend erhalten, nur die Rückseite besteht jetzt aus eloxiertem Aluminium statt Glas. Die durchgesickerten Bilder und Videos der vergangenen Wochen erwiesen sich damit als echt. Das iPhone 5 ist mit 112 Gramm um ein Fünftel leichter als das Vorgängermodell und mit 7,6 Millimetern um 18 Prozent dünner. Der Bildschirm hat jetzt eine Diagonale von 4 Zoll (10,16 cm) und ein Seitenverhältnis von 16:9 wie bei einem Flachbildfernseher. Mit dieser Größe könne man das iPhone immer noch bequem mit einer Hand bedienen, sagte Apple-Marketingchef Phil Schiller bei der Vorstellung in San Francisco am Mittwoch.
Seit der ersten iPhone-Generation betrug die Bildschirm-Diagonale unverändert 3,5 Zoll (8,9 cm), während die Touchscreens fast aller Konkurrenzgeräte immer größer wurden. Das Retina-Display des 5ers löst mit 1136 mal 640 auf und hat eine Pixeldichte von 326 PPI. Angetrieben wird es vom neuen A6-Prozessor. Mit wieviel Megahertz der Chip getaktet ist, wurde nicht kommuniziert, genauso wenig, wieviele Kerne er besitzt. Laut Apple ist er zwei Mal schneller als der A5, von der Fläche her jedoch 22 Prozent kleiner.
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Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt, das den einstigen Nischen-Anbieter zum wertvollsten Unternehmen der Welt mit Bargeldreserven von fast 120 Milliarden Dollar gemacht hat. Das iPhone 5 ist die erste neue Version seit dem Tod des legendären Apple-Gründers Steve Jobs im vergangenen Oktober und wurde weitgehend unter Regie des neuen Chefs Tim Cook entwickelt.
Zum Erfolg verdammt
Apple muss die Nutzer mit dem iPhone 5 unbedingt überzeugen, wenn es seine Position halten will. In den vergangenen Monaten ging der Absatz bisheriger Modelle merklich zurück, weil Kunden auf die nächste Generation warteten. Und im Smartphone-Markt mangelt es nicht an Alternativen wie Samsungs Galaxy S3 oder HTCs One-X. Deshalb versprach Apple Verbesserungen in allen Bereichen. "Wir haben noch nie ein Produkt mit einer solchen Präzision und einer solchen Verarbeitung gebaut", sagte Designchef Jonathan Ive in einer Videoeinspielung.
Die erneuerte Kamera behält die bisherige Auflösung von 8 Megapixeln, soll aber besser mit schlechten Lichtverhältnissen umgehen können. Das hatte vergangene Woche auch Nokia bei der Vorstellung seines neuen Top-Modells Lumia 920 versprochen. Die Möglichkeit, Panorama-Aufnahmen zu machen, gehört jetzt zu den Grundfunktionen. Die Zeit des bisherigen breiten Apple-Steckers für die Verbindung zu einem Computer oder anderen Geräten wie Wecker mit iPhone-Dock ist abgelaufen. Er wird durch den kleineren digitalen Anschluss Lightning ersetzt, es wird aber Adapter zu kaufen geben.
Preise für das iPhone 5 in Deutschland wurden zunächst nicht genannt. In den USA wird die Preissstruktur des iPhone 4S übernommen. Dafür werden die Vorgängermodelle 4S und 4 günstiger. Als LTE-Partner in Deutschland nannte Schiller die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile. Es ist ab Freitag, den 14. September vorbestellbar, erhältlich ist es ab 21. September.
iOS6 als Motor
Zusammen mit dem neuen iPhone bringt Apple die nächste Generation seines mobilen Betriebssystems an den Start. Die Software iOS 6 bietet unter anderem verbesserte Navigationsfunktionen und eine vertiefte Integration des Online-Speicherdienstes iCloud. Außerdem integriert ist die neue App Passbook, die ein digitales Portemonnaie etwa für Flugzeugtickets oder Treuekarten bietet. Es wird erwartet, dass Apple auf dieser Basis mit der Zeit ein mobiles Bezahlsystem aufbaut. Umso unverständlicher, dass Near Field Communication (NFC), das bargeldloses Bezahlen beispielsweise im Supermarkt oder am Bahnschalter ermöglicht, nicht unterstützt wird. Apples Videotelefonie-Dienst Facetime kann man jetzt auch in Mobilfunk-Netzen nutzen und nicht nur im WLAN. Und die Multimedia-Software iTunes bekommt Cloud-Funktionen, damit die Nutzer bei Musik und Videos besser zwischen ihren Geräten wechseln können.
Reicht das?
Dennoch muss laut die Frage gestellt werden: Reicht das? Zwar ist sich Apple treu geblieben, sowohl in Punkto Design als auch bei der Vorführung mit dem klaren Fokus auf Hardware. Doch sind die Killer-Features ausgeblieben, genauso wie die Überraschungen. Der Verzicht auf NFC erstaunt, das Display ist mit seinen 4 Zoll teils erheblich kleiner als das der Konkurrenz, und ansonsten fällt im ersten Moment kein Merkmal ein, durch das sich das iPhone 5 von Konkurrenten abhebt. Wo sind gewiefte Elemente wie der Augenscanner bei Samsungs S3, durch den das Ausblenden des Texts beim Lesen verhindert wird, oder das Display eines Nokia Lumia 920, das mit einem Handschuh bedient werden kann? Sicher, Apple hat quasi im Alleingang den Markt für Smartphones eröffnet und ihn lange dominiert, doch die Zeiten sind längst vorbei. Ein Selbstläufer ist das iPhone 5 unter Umständen nicht mehr.
Marktführer ist Samsung mit seiner Vielzahl an Computer-Handys in verschiedenen Preisklassen. Im Herbst will zudem der einstige Branchenprimus Nokia ein Comeback mit dem Lumia 920 auf Basis des neuen Betriebssystems Windows Phone 8 von Microsoft versuchen. Auch andere Hersteller wie Motorola und HTC bringen demnächst neue Modelle heraus.
Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android machen mehr als die Hälfte des Marktes aus. Apple kam zuletzt laut Marktforschern auf rund 17 Prozent. Bei Smartphones ist es deutlich schwieriger als im Geschäft mit einfachen Handys, die Nutzer zum Wechsel zwischen verschiedenen Plattformen zu bringen - allein schon weil sie Geld in Apps investieren.
Ansonsten zeigte Apple die bereits im Vorfeld bekannt gewordene überarbeitete Version des MP3- und Video-Players iPod nano. Er sieht jetzt aus wie ein gut fünf Millimeter dickes Mini-iPhone. Sein großer Bruder iPod touch wurde im Funktionsumfang aufgewertet. Außerdem gibt es neue futuristisch aussehende Ohrhörer namens Earpod, an denen Apple drei Jahre gearbeitet hat.
Die Apple-Aktie reagierte mit einem Plus von 0,7 Prozent kaum auf die Ankündigungen - nach dem vielen Berichten der vergangenen Wochen gab es keine großen Überraschungen. Mit 665 Dollar notierte die Aktie am Mittwoch knapp 20 Dollar unter ihrem Allzeithoch von Montag.
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dieses verdammte Ding is doch einfach nur zum Verblöden! Seitdem meine Freundin so ein scheißteil hat, spielt sie nur noch damit rum und guckt alle 5 Minuten auf den Display um bei Facebook oder sonst wo irgendwelchen belanglosen Müll zu lesen. Manchmal würde ich ihr das Ding am Liebsten aus der Hand reißen und aus dem Fenster werfen. Wo ist nur das Real-Life abgeblieben... Miteinander reden ist wohl aus der Mode gekommen. Mehr als Telefonieren und ein paar smS schreiben muss ich nicht. Da reicht mir auch mein gutes altes Nokia 3510i. Das hält wenigstens nicht nur den halben Tag, geht nicht sofort kaputt wenn's mal vom Tisch fällt und lenkt mich nicht von den wirklich wesentlichen Dingen und mir wichtigen Menschen ab. Tut mir leid für die Menschen, deren Selbstvertrauen von solch einem überteuerten Mist abhängt. Ebenfalls keinen Cent für diesen Kack.
Welche Sensation hätte denn kommen sollen ? Das man sich damit weg-beamen kann ?
Kein Cent geht von Mir für son Dreck raus ! :-)
geschiet apple ganz recht, sie sollte darauf sitzen bleiben damit apple lernt auch konkurenten zu respektieren, hat doch genug an den klagen verdient.
ich wünsche mir eine weitere stärkung von samsung, diese geräte scheinen bereits beliebter zu sein, weil sie auch den geldbeutel aller nicht so stark strapazieren, apple scheint größenwahnsinng zu werden da tut ein dämpfer mal richtig gut.
Wenn man bereits auf dem Gipfel war wird es schwer etwas Neues zu bringen...ausser Spielereien die keine sau wirklich braucht. Zielgruppe ist inzwischen klar bei Kindern und ewig Heranwachsenden. Ich steig um vom 4er auf Blackberry.
Ich finde, die sollten das neue iphone umbenennen in "iPlayphone" und eine neue Serie namens "iBusinessphone" herausbringen. smart und NUR für Geschäftsleute mit entsprechenden Sicherheitseinstellungen. Telefon, Mail und Serverzugriff.
Apple war zu lange zu arrogant und meinte die Erfolgsgeschichte mit dem iPhone geht ewig weiter. Wie man mit einer solch kurzfristigen Denkweise zum wertvollsten Unternehmen werden kann ist mir bis heute schleierhaft. War eigentlich jedermann, der nicht von dem Apple-Hype geblendet war klar, dass eine Nivellierung stattfindet, sobald die Konkurrenz auf Augenhöhe ist. Apple, und das ist m.E. das Gefährliche, hat es bis heute nicht fertig gebracht größere Käuferschichten an sich zu binden, weil sie keine Auswahl haben. Mein erstes smartphone habe ich vor einem Jahr gekauft und habe mir völlig neutral auch das iPhone 4/4s angesehen, das mir aber zum Lesen von pdf oder Webseiten schlicht ein viel zu kleines Display hatte. Bei Konkurrent Samsung war beim damaligen S2 das selbe Problem, ABER die hatten mit dem Galaxy Note eine sehr gute Alternative im Programm - von vielen anderen smartphones von Samsung mal ganz abgesehen. So etwas fehlt bei Apple einfach. Wenn die ein "iNote" hätten, wäre Apple sicher ein sehr interessanter Kandidat bei meiner nächsten Kaufentscheidung. Aber wenn die Firma weiter auf ihre Ein-Modell-Politik setzt und so - anstatt umgekehrt - dem Käufer vorschreiben will, wie ein smartphone gefälligst auszusehen hat, wird sie bestenfalls langsam, aber sicher, wieder dort verschwinden, wo sie schon mal war.
Das iPhone5 ist sicher ein Top-Gerät, aber für Apple wird eine Weichenstellung geben müssen, denn erst in zwei Jahren ein iPhone6 auf den Markt bringen, wo es schon ein Galaxy S5 gibt, wird definitiv nicht reichen.
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