Martial-Arts-Spiele lassen sich künftig intuitiv mit Gesten und richtigem Körpereinsatz steuern. Vorbei die Zeit der spielenden Couch-Potatoes…

Es hatte viele Spekulationen gegeben, jetzt ist klar, um was es ging: Auf der E3 in Los Angeles hat Microsoft ein Zusatzgerät für die Xbox 360 vorgestellt, das die Bedienung von Spielen und anderen Medien mit Bewegungen zulässt - und auf neuartige Weise auf Sprache, Gesichter und sogar Emotionen reagieren soll.

Im Wohnzimmer wartet immer jemand. Sobald der Bürger von morgen in die Nähe seines Fernsehers kommt, verfolgen ihn freundliche Blicke. Ein TV-Avatar grüßt nett, weist auf einen neuen Spielfilm oder ein paar Nachrichten in Facebook oder Twitter hin. So stellt sich Microsoft die künftige Integration der interaktiven Unterhaltung in unser Leben vor. Auf der E3 in Los Angeles hat das Unternehmen erstmals sein "Project Natal" genanntes Gerät vorgestellt. Das ist auf den ersten Blick nur eine an die Xbox 360 angeschlossene Kamera, die Bewegungen und stimmen erfasst - aber wenn das Gerät hält, was Microsoft an zusätzlichen Funktionen verspricht, könnte "Natal" tatsächlich Teile unseres Alltags umkrempeln.

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Die grundlegende Technik für das neue Gerät dürfte vom israelischen Unternehmen 3DV Systems stammen, das Microsoft Anfang 2009 gekauft hatte und das sich auf Gestensteuerung spezialisiert hatte. Der kleine Apparat mit dem - wohl als Arbeitstitel zu verstehenden - Namen Project Natal verfügt über eine RGB-Kamera, einen Tiefensensor sowie über Raumklangmikrofone. Im Unterschied zu 2-D-Kameras und 2-D-Kontrollern kann es laut Microsoft Körperbewegungen in 3D aufnehmen, während es zeitgleich auf Befehle, Richtungsänderungen und sogar Veränderungen in der Stimmlage reagieren kann. Der Sensor soll nicht abhängig von den Lichtverhältnissen sein und das System über ein weitgehendes Verständnis für Sprachbefehle verfügen.

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